Mittwoch, 27. April 2022

Ausflug nach Waghäusel am SA 7. Mai 2022 und weitere Informationen, wie es weitergeht

Ausflug nach Waghäusel am SA 7. Mai 2022


Treffpunkt: 10:00 Uhr 

 Haltestelle Gottesauer Platz Abfahrt 10:12 Uhr S2 Richtung Reitschulschlag
umsteigen Bahnhof Hagsfeld 10:32 Uhr S9 Richtung Mannheim
Ankunft Waghäusel 10.51 Uhr

Fahrttickets
Es gilt die Seniorenkarte. Für die Personen, die diese nicht haben, gibt es Regio-Tageskarten für 1 – 5 Personen. Daher wäre es zweckmäßig, wenn sich die Leute, die keine Seniorenkarte haben, frühzeitig an der Haltestelle treffen.

Ablauf 

Nach Ankunft in Waghäusel erreichen wir nach einem Fußweg von ca. 15 Minuten die Eremitage, die eigentlich ein kleines Jagdschloss ist. Während eines kleinen Rundgangs gibt es Informationen zur Geschichte des 1724 durch den Speyerer Fürstbischof begonnenen Baus. 

Weiter geht es zum 10 Minuten entfernten Kloster, das bereits 1640 neben einer Wallfahrtsstätte erbaut wurde. Dort können wir die Wallfahrtskirche besichtigen.

Anschließend wandern wir entlang des Rheinhochgestades bis zum Zentrum des Vogelschutzgebietes in der Wagbachniederung. Die ehemalige Zuckerfabrik hatte dort riesige Absetzbecken der Zuckerfabrikation innerhalb einer alten Rheinschlinge angelegt. Diese wurden zum Anziehungspunkt für viele Vogelarten. 

Nach einer Stunde werden wir das Schutzgebiet durchwandert haben und kehren in einer Gartenwirtschaft gegenüber dem Kloster ein. 

Stündlich können wir dann ab 14:04 Uhr mit der S9 vom Bahnhof Waghäusel nach Karlsruhe zurückfahren.

www.oststadt-nachbarschaft-ka.blogspot.de/ 
E-Mail:
oststadt-nachbarschaft@gmx.de
vorstand@bv-oststadt 


Und hier weitere Informationen zur Oststadt-Nachbarschaft:

Liebe Leute,

 

die Oststadt-Nachbarschaft wird ab Mai 2022 wieder ihre Aktivitäten aufnehmen.

Der Montagstreff findet ab Montag, 2. Mai wieder statt, zu den gewohnten Zeiten von 15 bis 18 Uhr im Zukunftsraum.

 

Als ersten Ausflug haben wir am Samstag, 7. Mai eine Fahrt nach Waghäusel geplant. Die Einladung hierzu findet ihr oben.

 

Als Neues bieten wir wöchentliche Spaziergänge an. Begonnen hat es bereits am Freitag, den 8. April. Treffpunkt: immer freitags um 10 Uhr am Gerwigbrunnen, Ecke Gerwig-/Humboldtstraße. Wir wollen nicht die ganze Oststadt erkunden, sondern einfach nur ein Stündchen in der Woche gemeinsam frische Luft schnappen! Wer Lust hat, dies in Gemeinschaft zu tun, kann spontan dazukommen!

 

Wir freuen uns auf euch.


Protokoll des MitMachTreffs vom 28.04.2022:

Anwesend waren: Heidi, Jürgen, Sabine, Claudia, Barbara, Gabriela
 
Kurze Absprache wegen dem Jubileumsfest des Bürgervereins am 22.05.22. Es müssen sehr viele Flyer verteilt werden, freiwillige werden gesucht. Bitte Heidi oder Jürgen ansprechen.
 
Beim Straßenfest am 30.-31.07 in der Gerwigstraße wird es wieder einen gemeinsamen Stand des Bürgervereins und der Oststadt Nachbarschaft geben. Hier wird über den Tag verteilt eine Besetzung benötigt. 
 
Ende Juni ist ein Ausflug mit dem Schiff nach Speyer geplant.
 
Themen für eine Abendveranstaltung wären: Seniorengerechtes wohnen und evtl. von KIK, wie kann ohne Gas geheizt werden? Welche Möglichkeiten gibt es? 
 
Der Montagstreff findet ab sofort wieder statt. Heidi macht es nicht mehr federführend, dafür springt Sylvia Kusel ein.
Es kam die Idee auf, einen offenen Stammtisch am Abend zu machen um auch Jüngere anzusprechen.
 
Am 15.07. gibt es ein erstet Picknick beim Gerwigbrunnen. Beginn17:30.
Am 26.08. ist ein Kennenlernpicknick nur für die Mieter der Hardwaldsiedlung und uns geplant. Der Block um die neuen Häuser und die neuen Mieter sollen sich kennenlernen. Hier beginnen wir 19 Uhr um in den Abend oder ins Dunkle zu gehen. Ich werde dies mit der Hardtwaldsiedlung abklären, da gibt es auch Fördermöglichkeiten.
Im September werden wir im Botanischen Garten ein Picknick machen.
 

Neuer Termin für den MmT: MI 08.06.2022 19 Uhr.

Donnerstag, 24. Februar 2022

Mehr Natur ins Viertel? Geht das? Veranstaltung des Bürgervereins am MI 9.03.2022 um 19 Uhr in der Lutherkirche

Mehr Natur ins Viertel? Geht das? 

Info-Veranstaltung des Bürgervereins Oststadt und des Lutherforums Karlsruhe

am Mi. 9. März 2022, 19:00 Uhr in der Lutherkirche, Durlacher Allee 23, Karlsruhe

Das Leben in der Oststadt wird zunehmend von den sich rasant verändernden klimatischen Bedingungen erschwert. Viele Menschen wohnen gerne in der Stadt, wünschen sich aber
mehr Natur in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung.
Mehrere Beiträge an diesem Abend befassen sich mit dem Thema "Natur in der Stadt",
z.B. unter folgenden Gesichtspunkten:
•Wie steht es um die Zukunft der Karlsruher Kleingarten-Anlagen,
insbesondere im Bereich der Oststadt?
•Welche Möglichkeiten natürlicher Bepflanzung von Vorgärten, Hinterhöfen
und Balkonen gibt es, um die Biodiversität zu erhöhen?
•Wie gelingt der Bau eines eigenen, kompakten Hochbeets?
•Welche Chancen bietet "Urban Gardening"?
•Welchen Beitrag zur Klimaverbesserung leisten Bäume?
•Was ist durch Dach- und Fassadenbegrünung erreichbar?
Veranstaltungsleitung: Bürgerverein Oststadt und Umwelt-Team der Luthergemeinde
Mitwirkende: Gartenfreunde Karlsruhe, NABU Karlsruhe, Förderverein des Botanischen Gartens des KIT, Urbane Gärten Karlsruhe
Der Eintritt ist frei; die aktuell gültigen Corona-Bestimmungen sind zu beachten – bitte informieren Sie sich rechtzeitig unter: www.bv-oststadt.de.

Mehr Natur ins Viertel! Geht das? – Bürgerverein der Oststadt e.V. (bv-oststadt.de)




Mittwoch, 23. Februar 2022

Beteiligung und Engagement 1/2022

Beteiligung und Engagement 1/2022

Hallo liebe Oststadt Nachbarn! 

Vielleicht interessiert euch etwas davon.

Hier eine Sammlung zum Nachlesen, zum Mitmachen:

die Zeichen stehen auf Öffnung: Mit den von Bund und Ländern
beschlossenen schrittweisen Lockerungen der Corona-Maßnahmen werden die
Handlungskorridore der Zivilgesellschaft weiter und die Möglichkeiten für
Ehrenamtliche, sich für ihre Interessen einzusetzen und einen Beitrag für
die Gemeinschaft zu leisten, wieder größer. Das Thema Corona und die
Folgen der Pandemie werden uns gleichzeitig weiterhin beschäftigen und vor
Herausforderungen stellen. Wie bedeutend Dialog und Mitwirkung für ein
respektvolles und solidarisches Miteinander sind, wird mehr denn je
deutlich. Im Büro für Mitwirkung und Engagement haben wir in Reaktion auf
die Krise unseren ‚Werkzeugkasten‘ einer kritischen Inspektion
unterzogen, Bewährtes nachjustiert und neue Themen ins Visier genommen.

Das Büro für Mitwirkung und Engagement präsentiert jetzt seinen
vierteljährlich erscheinenden Newsletter in einer neuen Aufmachung.
Künftig möchten wir Sie in der Rubrik Aus Karlsruhe auf lokale
Aktivitäten und Veranstaltungen aufmerksam machen. Über
Fördermöglichkeiten auf Bundes- und Landesebene, Rahmenbedingungen und
Neuerscheinungen in den Themenfeldern Öffentlichkeitsbeteiligung und
ehrenamtliches Engagement informieren wir in den Rubriken Über den
Tellerrand, Analysen und Entwicklungen sowie Publikationen.

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen

Jan Lange und das Team des Büros für Mitwirkung und Engagement

AUS KARLSRUHE
Karlsruhe: Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche

**Das Fortbildungsprogramm 2022 mit 23 Kursangeboten ist da**

Es gibt fünf neue Kurse:

Gute Fotos für Internet und Presse: einfache Tricks für spannende
Aufnahmen
Videokonferenzen kurzweilig gestalten: kreative Ideen für
abwechslungsreiche Online-Begegnungen
Gute und gelungene Gespräche im Ehrenamt: zwischenmenschliche Beziehungen
positiv gestalten
Gutes Miteinander im Verein: konstruktives und wertschätzendes Handeln
Sprechstunde Vereinsrecht: Stellen Sie Ihre Fragen.

Weitere Informationen
Karlsruhe: Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche

****

**Bürgermentoren digitale Medien - duale Ausbildung von März bis Juli
2022**

Internet, PC, Smartphone und Tablet sind als Kommunikationsmittel nicht
mehr wegzudenken. Nicht allen fällt es leicht, sie zu nutzen. Routiniers
können helfen und das notwendige Wissen vermitteln.

Die duale Ausbildung vermittelt die notwendigen Kenntnisse in Theorie und
Praxis, um Menschen jeden Alters, Herkunft und Fähigkeiten zu helfen und
ihnen den Zugang zur digitalen Welt zu ermöglichen.

Informationsveranstaltung am 29. März 2020, 18 Uhr

Weitere Informationen

**„MitMachZentrale Karlsruhe“ im Aufbau**

Die Online-Freiwilligenagentur des Büros für Mitwirkung und Engagement
unterstützt das Zusammenfinden von potentiell Engagierten und
Organisationen, die auf der Suche nach tatkräftigen Personen sind. Derzeit
wird die Freiwilligenagentur überarbeitet, erhält einen neuen
Internetauftritt und wird gemeinsam mit der neuen städtischen Homepage im
Laufe des Jahres online gehen. Sie wird zukünftig MitMachZentrale
Karlsruhe heißen. Bis es soweit ist, finden Sie weiterhin auf der
altbewährten Freiwilligenagentur unterschiedliche Tätigkeiten im Bereich
des Engagements.

Weitere Informationen
<http://machmit-khe.komwisys.de/machmit-taetigkeit-liste.php?maske=>;

** <beteiligung.karlsruhe.de/file/61541ba28a2e0a450e1943b2/>;
**
(hierfür kann evtl. im Moment nichts angezeigt werden)

**Abschluss Stadtteilentwicklungsprozess Oberreut**

Nach über zwei Jahren mit intensivem Austausch mit der engagierten
Stadtteilbevölkerung ist der Integrierte Stadtteilentwicklungsprozess in
Oberreut mit einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung aller beteiligten
Akteur*innen am 23. Oktober 2021 zu Ende gegangen. Wir möchten uns bei
allen Oberreuterinnen und Oberreutern für ihr Interesse und ihr Mitwirken
im Rahmen des Stadtteilentwicklungsprozesses bedanken. Das Integrierte
Stadtteilentwicklungskonzept wurde im September 2021 einstimmig im
Gemeinderat beschlossen und steht digital zur Verfügung.

Weitere Informationen
<https://beteiligung.karlsruhe.de/file/61541ba28a2e0a450e1943b2/>;

(hierfür kann evtl. im Moment nichts angezeigt werden)

**KlimaMobil: Verkehrsversuch Herrenalber Straße/Rüppurr**

Auf dem Bürgerbeteiligungsportal der Stadt Karlsruhe haben Sie die
Möglichkeit, die klimafreundliche, innerstädtische Mobilität der Zukunft
aktiv mitzugestalten. Nehmen Sie hierzu an der Befragung zum
Verkehrsversuch auf der Herrenalber Straße in Rüppurr teil, in Rahmen
dessen Radfahrende einen vom Autoverkehr getrennten Radfahrstreifen
(„protected bike lane“) erhalten. Auch allgemeine Anregungen zum
Radverkehr können über unsere digitale Plattform geäußert werden.

Weitere Informationen
<https://beteiligung.karlsruhe.de/content/bbv/details/113/>;

(hierfür kann evtl. im Moment nichts angezeigt werden)

**Jugendfonds der Partnerschaft für Demokratie Karlsruhe 2022**

Aus dem Jugendfonds werden Projekte zur Jugendbeteiligung gefördert.
Wichtiges Auswahlkriterium ist, dass Jugendliche an der Ideenfindung,
Planung und Durchführung der Projekte, den Aktionen und Veranstaltungen
direkt beteiligt sind bzw. Projekte eigenständig durchführen. Über eine
mögliche Förderung stimmt ein Jugendgremium ab. Eine Einreichungsfrist
gibt es nicht, Anträge können im Jahr 2022 für eine Projektlaufzeit in
2022 gestellt werden

Weitere Informationen
<https://www.demokratie-ka.de/projekte-von-jugendlichen/>;

(hierfür kann evtl. im Moment nichts angezeigt werden)

ÜBER DEN TELLERRAND

**Engagementpolitik im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung**

„Ehrenamt und demokratisches Engagement stärken den gesellschaftlichen
Zusammenhalt. Sie verlässlich zu fördern, ist unsere Aufgabe.“ So
beschreiben SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP die Bedeutung freiwilliger
Tätigkeiten bereits in der Präambel des neuen Koalitionsvertrages.
Weitere Aussagen, unter anderem zu den Themen Stärkung des
bürgerschaftlichen Engagements, Demokratiefördergesetz sowie Erarbeitung
einer neuen nationalen Engagementstrategie sind auf Seite 117 festgehalten.

Weitere Informationen, Koalitionsvertrag
<https://www.bundesregierung.de/resource/blob/974430/1990812/04221173eef9a6720059cc353d759a2b/2021-12-10-koav2021-data.pdf?download=1>;

**Förderprogramme DSEE**

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) bietet im Jahr
2022 eine ganze Reihe an verschiedenen Förderprogrammen an:
Mikroförderprogramm, ZukunftsMUT, Engagiertes Land, 100xDigital,
Forschungsaufruf und DSEE Bildungsturbo. Was sich hinter den einzelnen
Namen verbirgt, können Sie auf den Informationsveranstaltungen in den
kommenden Wochen erfahren. Zu den Online-Programmvorstellungen können Sie
sich über die Homepage der DSEE anmelden.

Weitere Informationen

**Online Veranstaltungsreihe „Auf dem Weg in eine zukunftsorientierte
Demokratie?“**

Die Veranstaltungen der Online-Reihe "Auf dem Weg in eine
zukunftsorientierte Demokratie?" in Kooperation zwischen der Stiftung
Mitarbeit und der Allianz für Beteiligung e. V. beschäftigen sich von
Februar bis Juni 2022 mit drei Themenschwerpunkten: „Demokratische
Innovationen“, „Digitalisierung & Demokratie“ sowie
„Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Demokratie“. Es gibt ein begrenztes
Angebot von Freiplätzen für zivilgesellschaftlich Engagierte, die sich
für die Stärkung von Bürgerbeteiligung und Demokratie einsetzen.

Weitere Informationen


**Nachbarschaftsgespräche**

Die Allianz für Beteiligung und das Staatsministerium Baden-Württemberg
unterstützen mit dem Förderprogramm „Nachbarschaftsgespräche“
zivilgesellschaftliche Initiativen. Gefördert werden Dialogformate zu frei
wählbaren Alltagsthemen in kleinen Sozialräumen. Pro
Nachbarschaftsgespräch ist eine Förderung in Höhe von 6.000 Euro für
sechs Monate möglich. Die Termine zu den Antragsgesprächen sind seit 17.
Februar 2022 auf der Projektseite zu finden.

Weitere Informationen
<https://allianz-fuer-beteiligung.de/foerderprogramme/nachbarschaftsgespraeche-aktuell/>;

(hier konnte momentan die Seite nicht gefunden werden)





Montag, 6. Dezember 2021

Rückeroberung öffentlicher Plätze: Ideenwerkstatt Oststadt

Rückeroberung öffentlicher Plätze: Ideenwerkstatt Oststadt

der Bürgerverein hatte in diesem Jahr die Einrichtung von "Miniplätzen" andiskutiert. Nun führt die Architekturfakultät des KIT ein ähnliches Studienprojekt in der Oststadt mit dem Titel "Rückeroberung des öffentlichen Raumes" innerhalb der nächsten zwei Semester durch.
In der ersten Phase wurde die Verhältnisse der Oststadt analysiert und Projektbeispiele aus anderen Großstädten in Deutschland und Europa von Studenten gesammelt. 
Nun sollen am kommenden Sonntag den 12.12. von 12:30 bis ca. 16:00 Uhr im Jugendhaus Rintheimer Str. 47 mittels einer Ideenwerkstatt die Ideen der Oststadtbürger:innen ins Projekt eingebracht werden.
Darauf aufbauend sollen dann im nächsten Semester konkrete Einrichtungen an verschiedenen Stellen in der Oststadt geplant und temporär umgesetzt werden.   
 
Es wäre schön und auch für unser Projekt der Miniplätze wichtig, wenn Ihr bei der Ideenwerkstatt dabei sein könntet und Eure Ideen einbringen würdet.
 
Bitte teilt der Projektleiterin Frau Anna Kuzyshyn unter anna.kuzyshyn@kit.edu Eure mögliche Teilnahme (möglichst bis Dienstag) mit  und erwähnt dabei auch, wenn Ihr wegen Corona nur bereit wäret an einer Online-Veranstaltung teilzunehmen.
 
Es wäre schön, wenn wir uns bei der Ideenwerkstatt sehen könnten.
MfG
Jürgen Scherle

Dienstag, 10. August 2021

Garage für Lastenfahrrad gesucht vom Quartier Zukunft Projekt KiA - Klimaschutz gemeinsam wagen (KIT) (seit 10.08.2021)

Garage für Lastenfahrrad gesucht vom Quartier Zukunft Projekt KiA - Klimaschutz gemeinsam wagen (KIT) (seit 10.08.2021)

für die Lastenräder-Flotte vom Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ benötigen wir eine Garage; am besten sogar eine Doppelgarage, aber wir freuen uns auch über eine. 

Sehr herzlichen Dank und viele Grüße, habt einen schönen Sommer,

 

Sally

 

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, ITAS
KiA - Klimaschutz gemeinsam wagen!


Susanne Veith
Projektassistenz

Karlstraße 11
76133 Karlsruhe

Telefon: +49 721 608-26348
Fax: +49 721 608-24806


==> E-Mail: susanne.veith@kit.edu


www.klimaschutzgemeinsamwagen.de
www.itas.kit.edu

www.kit.edu

Sitz der Körperschaft:
Kaiserstraße 12, 76131 Karlsruhe

KIT – Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft

Mittwoch, 7. Juli 2021

Oststadtspaziergang am SA 10.07.2021 11 Uhr Hauptfriedhof Karlsruhe

Am Samstag den 10.07.2021 findet nach langer Zeit wieder ein Spaziergang der Oststadt Nachbarschaft statt.
Treffpunkt ist der Brunnen vor dem Hauptfriedhof um 11 Uhr.


 

A: Wir starten den Rundgang vor dem Haupteingang des Karlsruher Hauptfriedhofes. Ganz nach der Vorstellung des Architekten Josef Durm ist die breite Auffahrt noch heute von den beiden steinsichtigen Verwaltungsgebäuden flankiert. Den zentralen Mittelpunkt bildet seit 2019 der historische Brunnen des Architekten Carl Ratzel. Sein ursprünglicher Standort war einst der Vorplatz des Landesgewerbeamts, in dessen Hinterhof er in den letzten Jahrzehnten im Dornröschenschlaf untergebracht war.

Eine kleine Infotafel auf der rechten Seite berichtet Weiteres zu seiner Geschichte.

B: Nachdem wir durch das große schmiedeeiserne Tor den Campo Santo betreten haben, stehen wir im inneren Eingangsbereich. Auch dieses Gebäudeensemble geht zurück auf den Architekten Josef Durm. Er plante den mit 97 Grüften eingefassten Ehrenhof im Stil der Renaissance. Direkt vor uns erhebt sich die beeindruckende Fassade der Großen Kapelle, die sich in ihrer Gestaltung an die kleine Kirche San Bernardino in Perugia anlehnt. Ihr Inneres wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mehrfach erneuert und restauriert und er strahlt heute annähernd im alten Glanz.

C: Der linke Torbogen führt uns in das eigentliche Friedhofsareal. Ganz im Sinne der englischen Gartengestaltung schuf Josef Durm eine parkähnliche Anlage mit gewundenen Wegen, die zum Spazieren und Gedenken anregen sollten. Zur leichteren Orientierung tragen heute sechs Hauptwege die Namen historischer Persönlichkeiten, die innerhalb des Friedhofsareals beigesetzt wurden. Wir befinden uns hier auf dem Wilhelm-Lauter-Weg. Wilhelm Lauter, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, dessen Grab sich auch gleich zu Beginn des Weges befindet, wurde maßgeblich durch die Anlage eines künstlich aufgeschütteten Wasserreservoirs im heutigen zoologischen Stadtgarten bekannt. Doch nur wenige Schritte weiter befindet sich das Grab einer anderen Karlsruher Persönlichkeit, deren Bedeutung erst nach seinem Tod für die Gesellschaft ersichtlich wurde. Dort befindet sich die Gedenkstätte keines Geringeren als des Erfinders der Draisine, dem Vorläufer des heutigen Fahrrades, Karl Drais.

D: Ein weiteres Ehrengrab befindet sich an der Spitze des Gräberfelds 9. Hier wurde der ehemalige Oberbürgermeister Günther Klotz beigesetzt. Seine Grabstätte ist mit einem markanten Gedenkstein in Form des Karlsruher Stadtgrundrisses gestaltet, den er maßgeblich in den 1960er Jahren nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges wiederaufleben ließ.

E: Wir verlassen den Wilhelm Lauter-Weg und biegen nach rechts auf den Seitenweg zwischen die Felder 10 und 12. Noch bevor wir auf den Karl-Egler-Weg stoßen, erkennen wir zu unserer linken einen Kinderspielplatz. Natürlich können in dieser Anlage auch kleine Kinder schaukeln, wippen oder einfach im Sandkasten spielen. Doch tatsächlich sind die sogenannten „Kinderwelten“ hier unter dem Schutz der Bäume, inmitten der Friedhofsanlage gestaltet worden, um mit trauernden Kindern ihre Erlebnisse haptisch zu verarbeiten. So ist dieser Spielplatz auch in zwei Bereiche geteilt: der „heilen Welt“, in der sich, wie auf jedem anderen Spielplatz, Kinder Vergnügen können und, erreichbar über eine hölzerne Brücke, die „Welt der Trauer“, die symbolisch die Veränderungen im Leben eines Kindes, das einen wichtigen Menschen verloren hat, widerspiegelt.

F: Direkt gegenüber im Feld 15 A befindet sich der „Lebensgarten“. Eine Entsprechung, wenn man so möchte, zu den Kinderwelten für die Erwachsenen. Hier können Menschen auf einem symbolischen Trauerweg dem Gefühl des Verlusts nachgehen; das gilt natürlich nicht nur für den akut Betroffenen, sondern für jeden der sich mit diesem Thema beschäftigen möchte.

G: Wer sich am Ende des Lebensgartens am Drehkreuz für den Ausgang entscheidet und wieder auf den Hauptweg, das heißt dem Carl Egler-Weg, zurückkehrt, kommt schon ein paar Schritte weiter zum Feld 24, dem Letzten Garten. Diese gesamtgärtnerische Anlage entstand 2003 und ist das erste Feld mit parkähnlichen Begräbnisstätten, der in den kommenden Jahren andere mit verschiedenen Themen folgen sollten. Ausgangspunkt ist hierbei der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger nach einer Grabstätte, die ihren Angehörigen in den kommenden Jahren keine Mühe bereiten und dennoch gepflegt und achtsam erscheinen soll. So entstand in diesem freien Areal ein eigenständiger kleiner Park mit einem Wasserfall, Ruhebänken und kleinen Grabfeldern mit der Anlage entsprechenden schlichten Sandstein-Grabzeichen. Der Künstler Lothar Rumold entwarf zudem das Konzept einer halb anonymen Begräbnisstätte auf der großen Rasenfläche. Dort entstanden Urnenreihengräber ohne Grabzeichen, wobei die Namen der Verstorbenen in zwei flankierenden Baumstämmen eingraviert sind und für die Ruhezeit von 20 Jahren die Erinnerungen an die Verstorbenen lebendig halten.

H: Verlässt man den „Letzten Garten“ über den Seitenweg zum Feld 23, der Ergänzung des Areals, gelangt man weiter an die Rintheimer Mauer. In dem dahinterliegenden, zum beginnenden 20. Jahrhundert entstandenen Areal befindet sich ein paar Schritte weiter das sogenannte Bürklinsche Mausoleum.

Albert Bürklin sen., Mitte des 19. Jahrhunderts ein angesehener Bürger der Stadt und Geheimer Rat des Großherzogs, fand hier nach dem Wunsch seines gleichnamigen Sohnes seine letzte Ruhestätte. Der Architekt und Planer der ursprünglichen ersten Friedhofsanlage, Josef Durm, war auch der Baumeister dieses Gebäudes. Angeregt durch seine vielfältigen Italienreisen, brachte er die Idee einer Familiengrabstätte in Form eines Mausoleums mit Andachtsraum im oberen Bereich und Grablege im Gewölbekeller mit nach Karlsruhe. Nachdem 1963 die Familie Bürklin die Stadt Karlsruhe jedoch verlassen und in der benachbarten Pfalz, in Wachenheim, eine neue Heimat gefunden hatte, überließ sie dieses Gebäude der Stadt zur weiteren Nutzung. 1985 entschied sich das Friedhofs- und Bestattungsamt für einen Umbau als Kolumbarium. So befinden sich heute in den über hundertjährigen alten Mauern zahlreiche Grabnischen Karlsruher Bürger.

I: Durch die Parterreanlage hindurch, bereits in der Blickachse eines Besuchers, befindet sich die kleine Kapelle. Dieses Gebäude wurde ursprünglich 1904 durch den Architekten August Stürzenacker als das erste Krematorium der Stadt errichtet. Nach und nach wurden seit 1878 in verschiedenen deutschen Städten durch die Unterstützung der sogenannten Feuerbestattungsvereine Krematorien auf Friedhöfen erbaut. Nach Heidelberg entstand hier in Karlsruhe erst das zweite Krematorium in Baden. Stürzenacker war jedoch der Erste, der stilistisch das Gebäude nicht an den griechischen Vorbildern orientierte, sondern ihm das Aussehen einer kleinen romanischen Kapelle gab. Zunächst löste im Karlsruher Bürgertum diese Verbindung eines heidnischen Brauchs mit einem christlichen Gemäuer durchaus Entsetzen aus, doch als in den 1960er Jahren auch die katholische Kirche ihren Segen zur Beisetzung als Feuerbestattung gab, begannen die Zahlen der in dieser Form bestatteten Verstorbenen sprunghaft anzusteigen. Nachdem 1998 das Bauwerk schließlich in die Jahre gekommen und die Technik veraltet war, errichtete man auf der nordwestlichen Seite des Friedhofes eine neue moderne Anlage. 2001 entschied sich die Stadt daraufhin für einen aufwendigen Umbau des historischen alten Krematoriums, rekonstruierte den oberen Bereich weitestgehend nach dem originalen Zustand und schuf in den Kellergewölben lichtdurchflutete Auffahrungsplätze, so dass das Gebäude als kleine Kapelle, Aussegnungsort, einen neuen Nutzen erhielt.

K: Auf der Rückseite der kleinen Kapelle, unterhalb der beiden Terrassenwege, befindet sich die Gedenkstätte der Kriegsopfer des Ersten Weltkrieges. Schon ab 1915 hielt man auf der großen Freifläche in den kalten trüben Novembertagen kleine Veranstaltungen ab, die an die gefallenen Soldaten erinnern sollten. 1919 entschloss man sich daher, auch gerade an diesem Ort eine Skulptur zum Gedenken derer zu errichten. Wettbewerbsgewinner war der Karlsruher Bildhauer Hermann Binz. Zusammen mit dem Architekten Hermann Billing entwarf er eine große offene Anlage, umrahmt von weißen Bänken, in deren Zentrum sich ein Jüngling mit hoch erhobenem Arm über die Vegetation hinaus im Sinnbild über den Krieg hinaus erheben sollte. Diskussionen über seine geplante Nacktheit im Karlsruher Gemeinderat sorgten jedoch für eine Verzögerung der Realisierung bis 1932.

L: Unweit der Soldatengräber des Ersten Weltkrieges befindet sich ein weiteres Ehrenfeld für die Fliegeropfer jener Zeit. Besonders der 22. Juni 1916 wird dabei immer in Erinnerung bleiben. An diesem Tag erlebte Karlsruhe einen seiner schrecklichsten Luftangriffe der Geschichte. An diesem Fronleichnamstag waren auf dem damaligen Karlsruher Festplatz Veranstaltungen des dort gastierenden Zirkus Hagenbeck geplant. Viele Familien, allen voran Kinder, strömten am Nachmittag dieses warmen Frühsommertages dorthin. Während des folgenden Angriffs starben überwiegend Kinder, die an dem fröhlichen Treiben teilhaben wollten. Selbst die Großherzogin kam zur feierlichen Grablege der Karlsruher Opfer. Zu deren Gedenken schuf der Bildhauer Gerhard Karl Huber 1992 eine sandsteinerne Säule als markantes Zeichen für diese Anlage.

M: Nur ein paar Schritte weiter finden sich auch die ersten Opferstätten des Zweiten Weltkrieges. Am Ausgang der südlichen Parterreanlage liegt die heutige Grabstätte Ludwig Marums. Er wurde als einer der ersten 1933 aus Karlsruhe deportiert und in einem Gefangenenlager getötet. Die Asche mit seiner Urne ließ seine Tochter am 50. Todestag hier an dieser ursprünglichen Gedenkstätte beisetzen.

N: Entlang des Toni-Menzinger-Weges, an der Kreuzung zum Marie-Curiel-Weg befindet sich das Gedenkfeld der Euthanasieopfer. Jener Menschen, die ebenfalls durch die Grausamkeit der Nationalsozialisten getötet wurden. Um die Erinnerungen an diese Gräueltaten wach zu halten, den Schicksalen der einzelnen Menschen Rechnung zu tragen, findet sich hier auf dem Hauptfriedhof dieses Feld mit Bänken zum Verweilen und Erinnern.

O: Den Weg weiter, erreicht man noch vor der kleinen halbkreisförmigen Anlage die Grabstätte einer der vielzähligen historischen Persönlichkeiten unserer Stadt, die hier auf dem Hauptfriedhof ihre letzte Ruhe gefunden haben. Es handelt sich um die Grabstätte des Malers Hans Thoma. Der gebürtige Bernauer, der in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts an die Akademie der Bildenden Künste nach Karlsruhe kam, entwickelte um die Jahrhundertwende mit seinen eigenen Ansichten und seinem eigenen Stil ein besonderes Augenmerk auf die künstlerische Entwicklung der Stadt.

P: Nun führt uns der kleine Spaziergang schon langsam wieder Richtung Ausgang. Von der Grabstätte Hans Thomas links die Rintheimer Mauer entlang erreichen wir den Marie-Curiel-Weg und begeben uns an die große Kreuzung, an der sich nicht nur das Landschaftsgräberfeld des Kerzenhain, die Grabstätte der künstlerisch tätigen Brüder Egler und das Kunstobjekt von Jochen Gerz befindet, sondern auch das erste Sternenkinderfeld unserer Stadt. Hier können seit Beginn des Jahrtausends Familien, die den Verlust eines totgeborenen Kindes beklagen, ihm eine letzte Ruhestätte geben. Die zahllosen bunten Fähnchen, Spielzeuge und mitgebrachten Plüschtierchen erzählen von der Bedeutung für jede Familie einen solchen Platz zu haben. Einmal im Jahr veranstaltet das InfoCenter zusammen mit der Elterninitiative der Gruppe Regenbogen den sogenannten „Worldwide Candle Lighting Day“. Am zweiten Sonntag im Dezember erleuchten von der großen Kapelle des Friedhofes hierher den Angehörigen und all jenen, die sich erinnern möchten, kleine Lampen den Weg.

Q: Kurz bevor wir den Friedhof wieder verlassen und über den Campo Santo nach draußen von der Stille des Ortes in die bewegte, hektische Welt zurückkehren, findet sich an der Außenwand der großen Kapelle das älteste Grabmal unserer Stadt. Christoph Friedrich Stadelmann, einst Erzieher der markgräflichen Prinzen, wurde zunächst auf dem ersten Gottesacker, dem heutigen Areal des Marktplatzes, beigesetzt. Nach dessen Einebnung verbrachte man seine Gebeine samt Grabzeichen auf den heutigen alten Friedhof an der Kapellenstraße. Als schließlich jedoch auch dieser um die Jahrhundertwende immer mehr der Stadtentwicklung weichen musste, fand das ehrwürdige Grabzeichen und sein Besitzer hier eine hoffentlich letzte Ruhestätte und erinnert somit an die Vielfältigkeit der Karlsruher Stadtgeschichte, die sich hier auf diesem Friedhof finden lässt.

Der Spaziergang wurde ausgearbeitet von Simone Maria Dietz M.A.

Die folgende Würdigung des Ehrenfeldes für die Karlsruher Euthanasie-Opfer
stammt von Dr. Maria Rave-Schwank:

N: Das Ehrenfeld B2 auf dem Hauptfriedhof-ein wichtiger Ort, nicht nur für mich.
Wer vom Haupteingang des Karlsruher Hauptfriedhofes durch den Campo Santo geht und dem Hinweis-Schild „Kleine Kapelle“ folgt, kommt über den Marie-Curjel-Weg nach etwa 5 Min. zum Ehrenfeld B2.

Dort erinnert das große „Tor der Schmerzen“, eine Skulptur von Carl Egler, an die Karlsruher Psychiatrie-Patienten und Behinderten, die während der Naziherrschaft ermordet wurden. In Deutschland wurden zwischen 1939 und 1945 230 000 Menschen ermordet, weil sie als „Ballastexistenzen“ definiert wurden.

Wie kam das Ehrenfeld zustande?
Am 7. April 1964 berichtete die Badische Volkszeitung: “durch einen Offenlagebeschluß erteilte der Gemeinderat dieser Tage dem Karlsruher Bildhauer Carl Egler den Auftrag zur Ausführung eines Mahnmals für das Ehrenfeld der „Euthanasie“-Opfer auf dem Hauptfriedhof, nachdem sich eine Wettbewerbskommission hierfür ausgesprochen hat“. 1965 war schließlich klar, dass nach dem „Gräbergesetz“ („Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“) auch die Urnen der „Euthanasie“-Opfer ein „ewiges Ruherecht“ auf ihrem Heimatfriedhof haben, und wie die andern Opfergruppen aus öffentlichen Mitteln gepflegt werden. Entsprechend einer „Kriegsgräberliste 1963“ wurden die Angehörigen informiert und die Urnen der Toten auf dem Ehrenfeld zusammengeführt. Einige Angehörige wollten die Urnen auf ihren Familiengräbern behalten, viele Urnen wurden gar nicht angefordert, weil es für die Hinterbliebenen nicht einfach war, „ihre“ Urne rechtzeitig anzufordern.- Auf der großen Tafel des Ehrenfeldes B2 ist unten die Zahl von 289 Ermordeten angegeben, die inzwischen überholt ist. Auf dem Feld liegen weit weniger Urnen, als es Karlsruher Opfer gab. Wir haben in unserem Buch 372 Karlsruher Opfer mit Namen benannt. Sie stammen aus der Zeit der zentral aus Berlin organisierten T4 Aktion, die im August 1941 endete. Inzwischen wissen wir, daß in der „dezentralen Phase“, also 1941 -1945, zusätzlich etwa ebenso viele Menschen umgebracht wurden, allerdings dann nicht durch Gas, sondern durch Überdosierung von Medikamenten, grobe Vernachlässigung bei körperlichen Krankheiten und Verhungern-lassen sowie tödlich verlaufende Experimente. Die Namen der Karlsruher Bürger aus dieser 2. „Dezentralen Phase“ sind bisher nur teilweise bekannt.

Was ist mit den Karlsruher Opfern geschehen?
Eine Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP) hat seit 2012 die Karlsruher Opfer gesucht. 2020 wurden 372 Karlsruher mit ihrem Namen veröffentlicht im Buch: „Gegen die Macht des Vergessens“. Dabei zeigt sich beim Vergleich der sogenannten Kriegsgräberliste 1963 mit den Dokumenten aus Grafeneck und Hadamar, dass Todesart, Todesdatum und Todesort häufig gefälscht waren. Dieser Betrug mit fernabgelegenen Todesorten wie zB. Hartheim bei Linz und Brandenburg, sollte die Familien davon abgehalten, nach ihren Angehörigen zu suchen. Und vor allem sollten diese Täuschungsmanöver verhindern, dass Misstrauen aufkam über die vielen unerwarteten Todesfälle in den Heil-und Pflegeanstalten.

Was ist uns heute wichtig und warum?
Inzwischen wurden 4 Gedenkveranstaltungen auf dem Ehrenfeld von der DGSP- Gruppe mit Unterstützung der Stadt Karlsruhe durchgeführt. Das März-Datum des Gedenkens erinnert an den 1. Transport Karlsruher Patienten am 29.2.1940 aus Wiesloch. Auch die Stolpersteine für Karlsruher Euthanasie-Opfer erinnern an die Verbrechen. Ein Stolperstein vor der Humboldstraße 28 erinnert heute an Sofie Hahn, eine Büroangestellte der Stadt Karlsruhe, die als seelisch Kranke 1935 zwangssterilisiert und 1940 in Grafeneck vergast wurde. Auch die Urne von Sofie Hahn ist namenlos unter dem Rasen des Ehrenfeldes auf Platz 121 bestattet. Die Urne kam angeblich aus Hartheim. Sofie Hahn war nie in Hartheim gewesen. Die Familie wurde über Todesursache, Todesort und Todesdatum belogen.

Die Familien der Toten erfuhren erst langsam und viel später von diesem Betrug. Außerdem wurden sie im Bundesentschädigungsgesetz von 1956 nicht wie die andern NS-Opfer entschädigt .Und: Die Täter der Nationalsozialistischen Verbrechen kamen teilweise wieder in leitende Positionen in der Psychiatrie. Das alles hat sich eingegraben in die Erinnerung der Familien und wirkt auch heute noch nach. Und wegen dieser Täuschungen, Missachtungen und Entwertungen wurde in den Familien lange über die Toten geschwiegen.

Die Veranstaltung am 6.3. 21 hat gezeigt, dass viele, auch junge Menschen und unser Oberbürgermeister deutlich „Nie wieder“ sagen zu den ungeheuerlichen Verbrechen von damals. Die Stigmatisierung und Entwertung von seelisch Kranken, Behinderten und Menschen mit ungewöhnlichem, andersartigem Verhalten wollen wir im Alltag vermindern. Auf dem Ehrenfeld B2, so hoffen wir erstens, können Betroffene sich an einem Ort der Stille erinnern und vielleicht auch andere Angehörige treffen. Dazu wurden 5 neue Bänke aufgestellt, zusammen mit dem Friedhofsamt. Zweitens finden Treffen mit Angehörigen, Hinterbliebenen und Interessierten statt, um das Gedenken wach zu halten an die Toten und weitere Pläne für die Gestaltung des Ehrenfeldes zu entwickeln. Die Veröffentlichung und Würdigung der von uns veröffentlichten Namen der Toten auf dem Ehrenfeld B2 könnte ein nächster dritter Schritt sein.

Wir freuen uns über Besucher am Ehrenfeld B2! Besonders aus der Oststadt!

Die aktuellen Daten der Angehörigen/Hinterbliebenen-treffen können erfragt werden bei Dr. Maria Rave-Schwank (maria.rave@t-online.de).

Das Buch „Gegen die Macht des Vergessens-Gedenkbuch für die Karlsruher Euthanasie-Opfer der Aktion T4-Hrg Maria Rave- Schwank, DGSP-Gruppe Karlsruhe, Stadtarchiv Karlsruhe“,148 Seiten, €10, im Buchhandel.