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Sonntag, 8. April 2018

Tigermücke und Ambrosia DO 12.04.2018 19h Zukunftsraum

Vortrag am Donnerstag 12. April 2018, 19:00 Uhr
im „Zukunftsraum“ Rintheimer Straße 46


Die Tigermücke in Karlsruhe
Im letzten Sommer wurden zum ersten Mal Exemplare der Asiatischen Tigermücke in Karlsruhe entdeckt. Sie kann schwere Viruserkrankungen wie Zika, Dengue- und Chikungunya-Fieber übertragen.
Ein Vertreter der KABS (Kommunale Arbeits-gemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V.) wird Informationen über die Asiatische Tigermücke geben.

Mehr siehe weiter unten, es geht darum, dass die Tigermücke nur bekämpft werden kann, wenn alle mitmachen. In Sinzheim konnte sie dadurch wahrscheinlich ausgerottet werden. In Freiburg hat sie sich explosionsartig vermehrt. In Karlsruhe stehen die Chancen wahrscheinlich noch ganz gut, wenn alle auf die Hinweise im Merkblatt achten, die Population im Griff zu behalten und vielleicht auch auszurotten.

Sommerzeit - Ambrosiazeit
Im Zuge des Klimawandels ist die Hohe Ambrosie (Ambrosia artemisifolia) auch in Karlsruhe zu finden.
Auch in der Oststadt gibt es Gebiete, an denen sich diese hochallergene Pflanze wohlfühlt.
Wie erkennt man sie, was sollte man mit der Pflanze machen und wie gefährlich ist sie wirklich?
Eine Vertreterin des städtischen Umwelt- und Arbeitsschutzes wird Fragen zur Ambrosia beantworten.


Helfen Sie uns, die Asiatische Tigermücke zu bekämpfen.
Die Tigermücke kann von der KABS nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung bekämpft werden. Es ist entscheidend, zu erreichen, dass keine Populationen entstehen!
unter diesem Motto stand der sehr informative Vortrag vom Diplom Biologen Artur Jöst von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage e.V. (KABS)
In Karlsruhe ist die Tigermücke letztes Jahr zum ersten Mal im Amt für Abfallbeseitigung in Killesfeld von einem Mitarbeiter entdeckt worden. Brutstätte war unter anderem Regenwasser in einer Baggerschaufel. Nach intensiver Suche wurden anschliessend auf einem Gebiet von 38 ha Brutstätten mit Larven entdeckt und unschädlich gemacht. Ob das Gebiet letztendlich grösser ist, kann erst dieses Jahr mit Beginn der Brutperioden festgestellt werden.
Die Tigermücke ist zum einen gefährlich, da sie tropische virale Infekte wie das Dengue Fieber übertragen kann. Diese Gefahr ist momentan gering, sie wird mit der Urlaubsaison steigen, wenn infizierte Urlauber aus tropischen Gebieten gestochen werden.
Und zum anderen schränkt sie die Lebensqualität in den betroffenen Orten gravierend ein. In den USA wird sie deshalb auch BBQ-Stopper genannt.
Im Gegensatz zu unseren Schnaken ist die Tigermücke auch tagsüber äusserst aktiv. Sie fliegt zudem geräuschlos die Menschen von hinten an. Und ihr Stich ist schmerzlos, sodass sie normalerweise mehrfach Blut saugt, da man nichts merkt und sie nicht verjagt oder totschlägt. Die Stiche schwellen stärker an als bei unseren Mücken und jucken bis zu 6 Wochen.
In Freiburg, wo sie sich explosionsartig verbreitet hat, haben viel Kleingärtner ihr Parzellen verkauft, da man sich dort nicht mehr aufhalten konnte.
Die Tigermücke ist ein typischer Containerbrüter, sie nutzt kleinste Wasseransammlungen in natürlichen und künstlichen Behältern jeder Art. Sie legt ihre Eier immer am oberen Rand der Gefässe ab. Sobald es regnet und das Wasser bis dahin steigt, schlüpfen die Larven. Das ist eine andere Vorgehensweise, wie bei unseren Rheinschnaken, die in trockenen Gebieten mit Fliessgewässern die Eier ablegen. Beim nächsten Hochwasser, wenn das Wasser die Eier erreicht, schlüpfen die Larven. Die Tigermücke kommt aus den Tropen, ihr reicht es, die Eier in bewohnten Gebieten oben am Rand von Gefässen abzulegen. Es reicht dann der nächste Regen und die Larven schlüpfen.
Das heisst, Regentonnen sollten oben mit Moskitonetzen abgeschlossen sein, so kann Regenwasser einlaufen, aber die Tigermücke nicht hinein, um ihre Eier abzulegen. In Gullys sollte regelmässig eine BTI-Tablette eingeworfen werden, die BTI-Tabletten erhält man kostenlos von der KABS über die Rathäuser. Dachrinnen sollten nicht verstopft sein. Blumen können gegossen werden, die feuchte Erde wird nicht als Nistplatz genommen. Aber es ist darauf zu achten, dass sich in eventuellen Untersetzern kein Wasser sammelt. Sammelt sich in solchen Gefäßen, zum Beispiel auch Vogeltränken, Wasser sollte man es alle 2 - 3 Tage auf eine trockene Fläche ausleeren. Nach Möglichkeit sollte man auf Untersetzer verzichten! Wenn man Untersetzer nutzt, weil es nicht anders geht, dann sollten die Untersetzer alle 3 Tage auszuleeren und die Ränder gründlich abzuwischen. Bevor man die Pflanzen giesst, sollten ebenfalls die Ränder abgewischt werden, damit dort eventuell abgelegte Eier nicht durch das Gießwasser zum Schlüpfen aktiviert werden.
Mehr wichtige Informationen im anschliessenden Flyer der KABS.
https://oststadt-nachbarschaft-ka.blogspot.de/2018/04/tigermucke-und-ambrosia-do-12042018-19h.html.
Entdeckt man eine Tigermücke, so sollte man sie einfangen und zur Bestimmung melden. Melden soll man sie auch, wenn man sie nicht gefangen hat, aber den Verdacht hat, dass an diesem Ort eine Tigermücke war.

Wenn man die beiden folgenden Seiten anklickt, kann man die Bilder vergrössern und besser lesen.



   

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